Als Tochterunternehmen des AIT Austrian Institute of Technology ge- hört die LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH als Geschäftsfeld „Light Metals Technologies Ranshofen“ zum AIT Cen- ter for Low-Emission Transport. Forschungsschwerpunkt ist die ge- samtheitliche Betrachtung des Leichtbaus – vom Material über die Prozesstechnologie bis hin zum werkstoffbezogenen Strukturdesign. Das LKR kann auf mehr als 20 Jahre Kompetenz in Forschung und Innovation für den Leichtbau der Zukunft verweisen und forscht an wegweisenden Hochleistungsmetallen und Prozesstechnologien.

Das 50-köpfige Team arbeitet an effizienten, sicheren und umwelt- verträglichen Mobilitätslösungen und konzentriert dabei seine Stär- ken auf die Leichtmetalle Aluminium und Magnesium für den Leicht- bau im Fahrzeugbereich. Aktuelle Forschungsthemen sind u. a. kryo- gene Blechumformung von Aluminium bei -150°C, Entwicklung von brandbeständigen Magnesiumlegierungen oder neuen, modifizierten Aluminiumdrähten für die additive Fertigung.


TRENDS UND MARKTENTWICKLUNGEN


Die Leichtmetalltage boten einerseits Gelegenheit, die Anwendungs- möglichkeiten und Fortschritte in den LKR-Kompetenzfeldern zu be- leuchten. Andererseits zeigten sich klare Trends und auch Erwartun- gen seitens der Industrie, die es zu berücksichtigen gilt. Für DI An- dreas Kraly, Geschäftsführer des LKR, war die Jubiläumsveranstal- tung jedenfalls ein voller Erfolg: „Eine einzigartige Bandbreite und ein hoher Qualitätsanspruch an die wissenschaftlichen Vorträge – das sind die Markenzeichen der Ranshofener Leichtmetalltage. Mit dieser 10. Tagung wird den aktuellen Ansprüchen an Hochleistungs- werkstoffe und deren Verarbeitung zu Komponenten für den emis-

sonsarmen Transport und damit der Dekarbonisierung umfassend Rechnung getragen. Wenngleich Folgendes festzuhalten ist: Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel!“


Künftige Trends und aktuelle Forschungsthemen wurden in drei Keynotes, insgesamt 19 Vorträgen, 12 Postern und einer Podiums- diskussion sowie durch die aktive Einbindung der 16 Sponsoren auf- gezeigt. Heuer drehte sich alles um „Hochleistungsmetalle und Pro- zesse für den Leichtbau der Zukunft“. Die stets ausgewogene Mi- schung von Vorträgen aus der universitären, außeruniversitären und industriellen Forschung lieferte einen aktuellen Überblick über die Themen:


Werkstoffentwicklung und Materialcharakterisierung: Dazu bot die Keynote von Dr.-mont. Werner Fragner, AMAG Austria Metall GmbH, interessante Aspekte: „Ein richtiges Zusammenspiel von Zusammensetzung und Prozess vorausgesetzt, schaffen Al-Recy- clinglegierungen den Sprung zu hochbeanspruchten Anwendun- gen, die bisher Primärlegierungen vorbehalten waren. Damit wird ein neuer Legierungstyp geschaffen“, meinte Fragner, „unser vertieftes, metallurgisches Know-how und Prozessverständnis ermöglicht es, Legierungen mit hohem Recyclinganteil zu entwi- ckeln, die in die Eigenschaftsliga von Primärlegierungen vordrin- gen.“