lagen viele Jahre des kontinuierlichen Schaffens, aber auch der Entbehrung. Der Vater von insgesamt neun Kindern musste, so wie viele andere Künstlerkollegen seiner Genera- tion, zwei verheerende Weltkriege miterleben. Zudem forderte die vorherrschende konservative Wiener Kunstauffassung per- manentes Entgegentreten, Kraft und Durchhaltevermögen ein. Im März 1947 schrieb Boeckl an seinen Malerfreund Gerhart Frankl: „Der Wiener Boden wäre nicht schlecht. Aber man ist so allein. […] ich habe mir einmal eingebildet, daß ich hier den Acker bestellen muss.“ Das hat Herbert Boeckl auch getan.

Heute zählt Boeckl zu den Hauptvertretern der expressiven österreichischen Moderne und gilt als bedeutender Vermittler ihrer künstlerischen Ideale über die Zwischenkriegszeit hin- weg. Seine Arbeiten waren auf zahlreichen Einzel- und Grup

V

Vor fünfzig Jahren, am 20. Jänner 1966, verstarb der Kärntner Maler Herbert Boeckl (geb. 1894) in Wien an den Folgen eines Schlaganfalls. Hinter ihm

© IMAGNO/Helmut Baar

Herbert Boeckl

Gedanken zum

50. Todesjahr des Künstlers