ONLINE RADELN

PC, Tablet und Smartphone hinter sich lassen, rauf auf den Drahtesel und mal so richtig „analog“ chillen. Das war gestern. Heute geht auch beim Fahrrad (fast) nix mehr ohne digitale Helferlein. Hier eine Auswahl an Bike-Goodies. Strampeln muss man aber immer noch selber – oder etwa doch nicht?

Wandern, Joggen, Radeln galten bislang als „analoge“ Alternati- ven zum Dauerstarren aufs Handy oder Tablet. Mit der neuen Ge- neration an digitalen Goodies haben die Bites und Bytes am Draht- esel Einzug gehalten. Und auch dieser verlangt längst nicht mehr nur die reine Muskelkraft. Denn E-Bikes boomen wie die Hölle und werden mittlerweile sogar aktionsweise bei Lebensmittel-Discoun- tern (im Bild das E-Mountainbike „27,5“ von Inoc) angeboten.

Mehr als nur ein Rücklicht. Hier ist ein GPS-Tracker verbaut, der online über unbefugte Inbetrieb-nahme Infos an die zugehörige App sendet. „Bikefin- der“ von PAJ.

Sperrt und schließt per Bewegungs- sender das Rad bei Annähe- rung/Entfernung und verfügt über eine Alarmanlage. Smartes Fahr- radschloss von I Lock It.

Während im städtischen Bereich das Elektrofahrrad vor allem für äl- tere Semester seit Längerem eine sinnvolle Alternative zum Auto darstellt, erobert das E-Mountainbike tatsächlich die Berge. Was auch die Statistik bestätigt: Während von 2013 bis heute der Ver- kauf an Mountain- und Trekking-Bikes kontinuierlich gesunken ist, geht der Absatz von E-Bikes (und vor allem jener der E-Mountain- bikes) extrem stark nach oben.


Wer nun so ein tolles Gefährt (ab ca. € 1.500,– aufwärts) sein Eigen nennt, möchte natürlich mehr als ein Rad von der Stange haben. Assoziierte man bislang Tuning ausschließlich mit dem Aufrüsten sei- nes Alltagsautos zu einem Fast&Furious-Bomber, ist das Aufmotzen von Fahrrädern – Bike-Tuning – nun auch voll angesagt.

Eine der besten und beliebtesten Rad- Apps kommt von Bike Citizens. Die Handy- halterung „Finn“ gibt es (optional) auch dazu.

Eine von vielen Tuning-Optionen ist zum Beispiel der „ShockWiz“ von Quarq. Ein Miniatur-analysegerät für das E-Mountainbike, das per App die Messungen an das Smartphone sendet und man entspre- chend dann Luftdruck und Fahrwerk individuell anpassen kann.

Sich in Stadt und Land perfekt zurechtfinden, dafür sorgen entspre- chende Navi-Apps, wie zum Beispiel jene von Bike Citizens, die mit „Finn“ auch gleich einen cleveren Smartphonehalter anbieten. Dass Handy-Navi-Apps längst die Nur-Navigationsgeräte überflü- gelt haben, ist ein Fakt. Allerdings: „Echte“ Rad-Navis sind so kon- struiert, dass sie Wind, Wetter und glimpfliche Stürze überstehen können, was für das Handy selten gilt!

Spezielle Rad-Navis ha- ben den Vorteil, dass sie deutlich robuster als ein Smartphone sind. „Ed- ge810“ von Garmin.

Mini-Analyse-Computer zum Tunen der individuel- len Fahrwerk- und Luft- druckeinstellungen. „Quarq“ von ShockWiz.

AUSGERADELT, WEIL GEKLAUT Ca. 30.000 (!)Fahrräder wer- den jährlich in Österreich ge-stohlen. Entsprechend groß ist daher der Appetit der Langfinger auf aktuelle E-Bikes, die im getunten Outfit etliche tausend Euro wert sind. Deshalb: Spart auf gar keinen Fall bei Radschlössern! Wobei laut ak- tuellen, unabhängigen Tests Bügelschlösser weit schwerer zu knacken sind als Kabelschlösser.


Experten raten dazu, zwei unterschiedliche Schlösser zu verwenden, um es Dieben schwer(er) zu machen. Oder (wenn möglich) sein Rad überhaupt nur in Radgaragen abzustellen.


Neben den bekannten Schlössern gibt es aktuell auch „smarte“ Varianten. Jene öffnen sich bei Annäherung oder verriegeln sich automatisch bei Entfernung des Besit- zers.

Stylischer Sattel mit abnehmbarem Top, um den Sitz vor Dieb- stahl und Witterung zu schützen.

Von Ta+Too

Auch okay: Tracker, mit denen man sein nicht auffindbares Rad orten kann. Jene werden oft als im Rücklicht einge- baute Tracker angeboten oder finden sich auch als Sattel- tasche getarnt wieder.


Doch egal, wie hoch technisiert und teuer auch euer Fahr- rad sein mag, mit das Wichtigste ist es, dieses vor der ers- ten Ausfahrt registrieren zu lassen! Entweder bei privaten Internetanbietern oder am besten bei der Polizei (gratis!). Dafür braucht man einfach nur die Fahrradrahmennum- mer angeben. Infos dazu findet ihr auf der Ministeriums- Site www.bmvit.gv.at – gebt im Suchfeld „Fahrraddieb- stahl“ ein, dann kommt ihr zu den Infos.

Cooler Fahrradhelm, der, trotz- dem er leicht und faltbar ist, über hohe Bruchfestigkeit ver- fügt. Von Closca Fuga