EINFACH NUR

Sommer, Sonne, Meer! Zeit, ein bisschen Urlaub zu machen und die Welt zu entdecken. Aber bloß: Wohin kommt man schon mit dem bissl Geld, das noch im Börserl geblieben ist? Keine Angst, gut geplant kommt man ganz schön weit!

VON MARLENE MAYERHOFER

Einmal Traumstrand, bitte! Wenn du vom unvergesslichen Badeurlaub träumst, dann denk an Portugal. Ideal: zuerst ein kleiner Städtetrip nach Lissabon, und von dort anschließend mit dem Mietwagen die Algarve unsicher machen. Dort gibt’s nicht nur traumhafte Strände, sondern auch günstiges Essen. Billig reisen, das geht nicht nur in Portugal, einen wunderschönen und günstigen Ur- laub kannst du zum Beispiel immer noch in Griechenland erleben – Traum- strand samt Wahnsinns-taverne inklusive.

SELBER KOCHEN! Sparpotenzial gibt’s aber überall. Ein kleines Appartement mit Küche statt Hotel, dann kannst du auch selber kochen. Auch den Weg zum Reisebüro kannst du dir sparen, wozu gibt’s schließlich Internet? Einfach durchsuchen und am besten direkt beim Vermieter vor Ort buchen – das geht am einfachsten auf Plattformen wie fewo-direkt und spart in aller Regel eine Menge Geld.


Wenn dir Privatsphäre nicht so wichtig ist, du also keine eigenen vier Wände und keine eigene Toilette brauchst – geh ins Hostel! Spart auch Geld, und der Mangel an Privatsphäre wird damit kompensiert, dass du jede Menge neue Leute kennenlernst und sofort Anschluss findest.

Auto oder Flugzeug? Nicht immer ist das Auto billiger, zumal Ben- zin- und Mautpreise in manchen Ländern horrible Dimensionen an- genommen haben. Billig-Airlines locken dafür mit teilweise echt tollen Angeboten (aber aufpassen auf eventuell versteckte Kosten und Gebühren). Wie du am meisten sparst:  möglichst früh – Exper- ten sagen: vier Monate vor Abflug – Preise vergleichen, zum Bei- spiel auf Checkfelix, dort kannst du auch gleich ein Mietauto che- cken. Oder möglichst spät: Denn Restplatzbörsen machen mit ih- ren Urlaubsschnäppchen echt Spaß. Nachteil: Du musst verdammt flexibel sein – sowohl bei der Destination als auch beim Termin.


Wenn möglich: Ja nicht auf Urlaub fahren, wenn alle fahren. Mal ehrlich, keiner will am Strand Po an Po liegen, also nützt euer Stu- denten-Dasein und genießt eure Urlaubsruhe Ende Juni oder im September, wenn die Strände nicht nur leerer sind, sondern alles auch viel billiger ist.

HALT DICH VON DEN TOURIS FERN! Anreise, Essen, Unterkunft – in diesem Land ist Urlaub teuer! Glaub der ganzen Rederei nur halb. Denn, sagen wir mal so: Wenn ihr euch um den Finger wickeln lasst und ins erstbeste Lokal ne- ben der größten Attraktion stürzt, dann wird euer Budget überall schneller aufgebraucht sein, als ihr essen könnt. Wer geduldig ist und sich umschaut, findet günstige und gute Lokale. Faustregel: je weiter entfernt vom Zentrum und je mehr Einheimische an den Tischen, desto „authentischer", besser und billiger. Also fernhalten von Touris mit Socken und Sandalen.


Außerdem: Wie wär’s mit Pizza am Strand? Pizza geht immer und

überall, ist immer gut und günstig und schmeckt mit Ausblick noch besser. 

FOTOS: SHUTTERSTOCK

TIPPS


Mit der European Youth Card zusätzlich sparen: Mit der European Youth Card und deiner Bankomatkarte (auf der Rückseite ist das Youth Card Logo ebenfalls) bekommt ihr in Österreich und über 30 anderen Län- dern Europas in den vielen Bereichen Vergünstigungen.


Geo Control: Damit nur du mit deinem Geld shoppen gehst. Wer sicher unterwegs sein möchte, sollte sich auch die Geo-Control-Funktion ansehen, die’s bei Raiff- eisen gratis gibt. Damit schützt du dich vor „Skimming“. Dabei wird bei manipulierten Bankomaten dein PIN ab- gelesen und im Ausland damit bezahlt. Aktiviere die Funktion vor deinem nächsten Urlaub, damit nur du Zu- griff auf deine Bankomatkarte hast.


Bon voyage: Mit EF und Raiffeisen wirst du ein Sprach- genie. Das Beste kommt zum Schluss: Wer Urlaub und Sprachen lernen gerne verbindet, sollte sich das Ange

bot von EF Sprachreisen ansehen. Für alle Raiffeisen- Club-Mitglieder gibt’s natürlich Ermäßigungen!


Roaming-Gebühren: Die gute Nachricht: Rechtzeitig vor der Urlaubssaison fallen innerhalb der EU die unge- liebten und meist hohen Roaminggebühren weg. Die schlechte Nachricht: Es gibt immer noch genug Fallen. Bei manchen Tarifen kann es nach wie vor Zuschläge geben, außerdem darfst du im Ausland nicht überwie- gend Roamingdienste nutzen, musst also, wie heißt das so schön, „fair“ telefonieren. Auf jeden Fall: Aufpassen und SMS lesen, per solcher müssen die Anbieter infor-

mieren, wenn eventuelle Freieinheiten etc. ausge- schöpft sind.

Manchmal reicht es schon, die Speisekarte „richtig“ durchzusehen. Im an- geblich ach so teuren Frankreich beispielsweise. Wer sparen will und ein Ge- richt von der Karte samt Getränk bestellt, muss deshalb nicht wirklich gut fah- ren. Besser ist man in Frankreich mit einem der oft wirklich günstigen und gu- ten Menüs dran!


Umweltbewusst sein und auch noch sparen? Wie wär’s mit einem Trip durch Italien, und zwar mit dem Zug? Urlaub ohne Auto spart Benzin-, Autobahn- und Parkgebühren – und Nerven. Am besten im Vorhinein die Route planen und los geht’s. Aber auch ein reiner Städtetrip mit der ÖBB-Sparschiene, zum Beispiel nach Prag, lässt sich mit geringem finanziellen Aufwand verwirkli- chen. Bei der Planung gilt: Informiere dich vorher über die Sehenswürdigkei- ten und Museen, nicht überall muss man drinnen gewesen sein. Das spart Ein- trittsgeld und oft auch Zeit.

URLAUB FÜR INSTAGRAM


Kennt ihr das? Ihr scrollt durch euren Instagram Feed und werdet mit unglaublich tollen Urlaubsfotos über- häuft! Instagram ist sozusagen das neue Reiseportal, und wer seinen Feed mit unwiderstehlichen Bildern auf- peppen will, sollte sich gut überlegen, wo sich die bes- ten Fotos machen lassen. Ob man neue Follower möchte oder einfach für ein bisschen Neid sorgen will, es gibt Reiseziele, die eurem Account das gewisse Et- was verleihen.


Beach Blues gefällig? Sandstrand und türkisfarbenes Wasser ergeben die perfekte Instagramkulisse. Wie wäre es mit Badeurlaub in Portugal, Griechenland oder an der Costa dei Rei in Sardinien? Oder ein Traum- strand in Tulum in Mexiko. Auf dem perfekten Bild vom #beachday dürfen Wassermelone oder Strandhut beim Selfie nicht fehlen.


Strand alleine reicht dir nicht? Wer sich für den ultima- tiven Urlaubsschnappschuss gerne ein bisschen mehr bewegt, sollte sich überlegen, nach Santorini zu fliegen. Die Vulkaninsel ist eines der Instagram-Paradiese schlechthin. Ein Traum aus Blau und Weiß, der für beson- ders viele Likes sorgt. Egal ob du die fast lächerlich foto- genen Ortschaften mit den typisch weißen Häusern fo- tografierst, dein Frühstück mit Ausblick aufs Meer oder bei einer Wanderung die Schönheit der ganzen Insel festhältst, dein Instagram Feed wird so einige in Urlaubs- stimmung bringen. Besonders beliebt: der Red Beach.

Wenn du schon beim Gedanken an den Strand einen Sonnenbrand bekommst und lieber einen coolen Städ- tetrip machst – auch der bringt deinen Insta Feed zum

Glänzen. Unser Tipp: Krakau ist das neue Berlin. Vor lau- ter hippen Cafés wirst du dich gar nicht entscheiden können, wo du deinen Cappuccino, Matcha Latte oder deine Limo trinken wirst. Auch an Sehenswürdigkei- ten mangelt es nicht.


Aber, nicht vergessen: Genießen geht vor, also ab und zu auch einfach mal Handy weglegen und entspan- nen! Das ist manchmal gar gesetzlich vorgeschrieben! Das kleine Schweizer Bergdorf Bergün hat gerade erst ein Fotografierverbot erlassen, weil man all jene, die nicht in Bergün sein können, nicht unglücklich machen will. :) Gut, dass du, siehe oben, als sparsamer Urlauber sowieso nicht in die Schweiz kommst!

BILLIGES BULGARIEN, TEURE SCHWEIZ Wenn du deine Traumdestinati- on noch immer nicht gefunden hast und dich gar nicht so sehr auf ein bestimmtes Land festlegst – schau einmal, wo es sich besonders güns- tig leben und urlauben lässt. Im Moment stehen Länder wie Ägypten, Tschechien, Polen, Ungarn, Griechenland, aber auch Bulgarien sehr weit oben auf der Liste der „Günstigen“. Und in manchen Ländern gibt’s auch regionale Unterschiede, in Italien zum Beispiel. Je weiter im Süden, desto günstiger gilt hier immer noch.


Umgekehrt geht der Ländervergleich natürlich auch. Und der

sagt uns: Urlaub in der Schweiz ist für den kostenbewussten Urlauber ein absolutes No-Go. Da können die Eidgenossen noch so nett sein.

FOTOS: SHUTTERSTOCK, Marlene Mayerhofer