WINTER

IS COMING

Die Tage werden kürzer, die Outdoor-Motivation sinkt und der Netflix-

Konsum steigt rasant an: Der Winter steht vor der Tür. Höchste Zeit also, um alles Kuschelige und Flauschige aus den Tiefen des Kleiderschranks zu holen und griff- bereit in die erste Reihe zu versetzen. Und für alle, die ihre Garderobe noch auffri- schen wollen, gibt es hier die Wintertrends 2017/18:

„Rot. Rot, rot, ROT.“ So etwa lässt sich die kollektive Meinung sämtlicher ModeexpertInnen für den Farbtrend Nummer 1 in diesem Winter zusammen- fassen. Und zwar nicht nur als auflockernder Hin- gucker, sondern bitte gleich von Kopf bis Fuß. Die Kür bei diesem Styling: unterschiedliche Stoffe und Rottöne so harmonisch kombinieren, dass es keine Opfer von spontaner Netzhautablösung gibt. Der größte Vorteil bei diesem Look liegt jedenfalls dar- in, dass frau auch bei Nebel und Schneesturm un- möglich verloren gehen kann.

DIE STOFFE, AUS DENEN DIE WINTERTRÄUME SIND Cord – oder in unse- ren Breiten auch liebevoll „Schnürlsamt“ genannt – feiert diesen Winter sein großes Comeback, darf aber seinen Hippie-Charme behalten. Er begegnet uns vor allem bei weit geschnittenen Hosenanzügen, die an die Seventies erinnern. Ganz oben auf der Flausch-Skala liegen Samt und Fake Fur. Die wärmen nicht nur den Körper, sondern auch die See- le: „It‘s so fluffy!“ Und natürlich darf auch der Klassiker der Anti-Frost- beulen-Fashion nicht fehlen: Die gute alte Wolle, am besten extradick und in Maxi-Strick.

HAUPTSACHE LANG Pullis, Westen, Cardigans, Ponchos, Jacken … lang sollen sie sein! In diesem Winter wird XXL großgeschrieben (Ba- dum-tss!). Zumindest über den Hintern müssen sie reichen, noch besser ist Knie- oder Wadenlänge. Ein Trend, der Großmütter auf der ganzen Welt glücklich macht, haben sie doch immer die kollektive Sorge, wir Enkerl könnten uns „die Nierndal verkühlen“.

DAUNEN: JAY OR NAY?

Für manche Leute sind sie der Inbegriff von Cozyness an kalten Tagen, für andere ein absoluter Fashion-Albtraum: Daunen-Steppjacken und - mäntel. Ein leicht subjektives Manifest.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Dinger sind warm, gemütlich und halten auch die fiesesten Witterungsbedingungen aus. Für diverse Win- tersport-Aktivitäten sind Daunenjacken sicher the way to go. (Von mir aus auch beim Après-Ski.) Aber warum, bei allen Modegöttern, haben sich diese aufgeplusterten Beleidigungen fürs Auge in die Alltagswelt eingeschlichen? Wer will schon aussehen wie das Maskottchen einer Reifenfirma? Und als wären die kurzen Jacken nicht genug, will man uns jetzt auch noch die Langversionen in Mantelform andrehen. Und es gibt nichts, wirklich nichts, was den Anblick besser machen könnte. Keine Farbe, kein Akzent, kein Accessoire. Danke, da geh ich eher in die Fell-Abteilung von IKEA, stell mir dort ein Outfit zusammen und gehe.

TAKTISCHE TAILLENGÜRTEL UND ANDERE ACCESSOIRES Kein Outfit ist ohne schmückendes Beiwerk komplett. Vor allem der Taillengürtel ist derzeit Nummer eins auf der Liste der Winter-Accessoires. Er wärmt zwar nicht, gibt ansonsten eher sackartigen Kleidungs-Konstruktionen aber eine Silhouette – und sieht gut aus. Wesentlich hilfreicher für frie- rende Beinchen sind Strumpfhosen. Ja, die Dinger darf frau wieder tra- gen, ohne eine Verwarnung von der Fashion-Police zu riskieren. Wenn nicht gerade Winterstürme toben, tobt sich die Frau von Welt mit ihrer Kopfbedeckung aus: Auffällige Hüte – gerne auch in maskuliner Optik – und Baskenmützen liegen nicht nur im Trend, sondern helfen auch beim Verbergen eines Bad-Hair-Days.

Der Winter kann kommen, wir sind vorbereitet: Bewaffnet mit Flausch, Strick, übergroßen Mänteln und heißem Kakao mit Marshmallows war- ten wir darauf, die Kälte zu besiegen.

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