Gemüse der Saison

Zarte Blätter,

kräftiges Aroma

Mangold, der fast vergessene Vorfahre des Spinats, hat mit seinem hohen Vitamingehalt und dem kräftigeren Aroma die heimische Küche zurückerobert.

D

as Blattgemüse zählte bis ins 19. Jahrhundert zu den be-

liebtesten Gemüsesorten, dann wur- de es durch den Spinat fast völlig verdrängt. Heute sind vor allem zwei Kulturformen wieder in aller Munde: der Stiel- oder Rippenman- gold mit seinen dominanten Stielen und Mittelrippen in den Blättern; und der Schnitt- oder Blattmangold, der kleinere, breitere Blätter sowie schmale Stiele aufweist. Bei der Zu- bereitung des Stielmangolds die Blätter von den Mittelrippen und dem Stiel trennen. Letzterer schmeckt spargelartig und kann auch wie dieser gegart werden.

{MEI TIPP}

„Ich verwende Mangold gern,

um Schweins- oder Hühnerfilets darin einzuschlagen. Dafür den Mangold kurz blanchieren und kalt abschrecken, dann das fertig zubereitete Fleisch damit umwickeln. Das schaut schön

aus und gibt dem Fleisch ein besonders feines Aroma.“

Erika Walsberger, Nah&Frisch Kauffrau in Annaberg, NÖ


„Damit ich Mangold das ganze Jahr über parat habe, friere ich ihn einfach ein. Dazu die Blätter und Stiele kurz blanchieren, abschrecken, abtropfen und

gut verpacken.“

Michaela Kranabitl, Nah&Frisch Kauffrau in Emmersdorf, NÖ

Foto: 123rf

DER MANGOLD

NAME: Krautmangold, Krautstiel, Beißkohl.

INHALTSSTOFFE: Mangold enthält viel Vitamin B2 und K, Vitamin C und E, Betacarotin, Folsäure und Mineralstoffe.

LAGERUNG: Mangold hält sich nicht lange und sollte rasch verbraucht werden. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch kann er einige Tage im Eiskasten aufbewahrt werden.

BESONDERHEIT: Die Stiele des Mangolds ähneln geschmacklich dem Spargel und werden auch „Spargel des kleinen Mannes“ genannt.

FRISCHE MANGOLD-IDEEN

Mangold ist nicht nur eine köstliche Beilage, sondern schmeckt auch als Hauptgericht ausge- zeichnet, zum Beispiel als Quiche oder Auflauf. Mangold passt gut zu Fisch oder ist gedünstet eine köstliche Füllung für salzige Crêpes. Auf maurische Art schmort man Mangold mit Zimt, Rosinen und Zwiebeln, schmeckt ihn mit Honig ab und garniert ihn mit Pinienkernen.

Kurios:

Früher war Mangold eine Zuckerquelle; seine dicke Wurzel wurde, wie die Zuckerrübe heute, für die Zuckergewinnung genutzt.